Die Einzelberatung

Ich darf sein, wie ich bin,
um zu werden,
der ich sein kann.

Ottilia Maag

Ein offenes Ohr kann finden, wer ...

  • in unsicheren Zeiten Orientierung und Geborgenheit sucht
  • unter Ängsten, Schuld- und Versagergefühlen leidet
  • ein gesundes Selbstwertgefühl entwickeln möchte
  • einen neuen Zugang zum christlichen Glauben finden möchte
  • seine Beziehungs- und Kommunikationsfähigkeit ausbauen möchte
  • in einer Sinn- und Lebenskrise steckt
  • lernen möchte, Gottes Gegenwart zu genießen
  • Gottes Liebe und Unterstützung im Alltag erfahren möchte

Ich sehe mich als begleitende Mentorin und "Hebamme" bei dem Wunsch, Glauben und Leben zu verbinden. Diese Begleitung soll in einer verständlichen Form und Sprache und in einer zwangfreien Atmosphäre geschehen

Wesentliche Elemente der Christliche Beratung bzw. Therapie sind:

  • ein wesentliches Element ist die Entscheidungs- und Wahlfreiheit der Ratsuchenden. Es werden ohne religiösen Druck Denk- und Handlungsalternativen erarbeitet
  • sie orientiert sich am biblischen Menschenbild. Danach ist der Mensch von Gott geschaffen. Eine persönliche Beziehung zu Gott ist in der Regel nicht von vornherein vorhanden bzw. mehr oder weniger verkümmert. Diese Störung ist ursächlich für viele Symptomatiken und seelischen Probleme. Zum Heilsein des Menschen gehört seinem Wesen nach eine wiederhergestellte, versöhnte Beziehung zu Gott. Diese innige Beziehung bietet Gott uns durch seine Menschwerdung in Jesus Christus und dessen stellvertretenden Tod und seiner Auferstehung an.
  • sie ist inspiriert durch das Hören auf Gott. Christliche Beratung bezieht Jesus Christus als Person, der durch sein Wort und seine Liebe handelnd und heilend eingreift, konkret mit ein.
  • Methodisch fließen Elemente verschiedener therapeutischer Verfahren ( z.B. Analytische Tiefenpsychologie, Gesprächstherapie nach Rogers, Gestalt- und Verhaltenstherapie) mit ein.

Das Einzelgespräch findet ambulant in meiner Beratungspraxis oder im Rahmen der mobilen Seelsorge statt.

Durch konkrete Terminabsprachen werden Wartezeiten vermieden.

Ich habe den Beratungsverlauf in vier Bausteine der Freiheit eingeteilt. Diese Bausteine oder Phasen sind nicht künstlich voneinander abgegrenzt. Sie können Bestandteile innerhalb einer Gesprächsstunde sein oder eher nacheinander durchlaufen werden. Ich möchte mit diesem Ablauf dem Ratsuchenden auch gerade für schwierige Alltagssituationen nach der Beratung einen gangbaren Weg aufzeigen.

Beschreiben und Erkennen (1. Baustein)

Zu Beginn der Gespräche geht es um die ganzheitliche Betrachtung der von mir in einem Kreis dargestellten 10 Lebensbereiche (à Lebenskreis). Möglichen Ursachen für die Probleme und Symptome soll so auf die Spur gekommen werden. Bei wertfreier Annahme werden im Gespräch und mittels eines von mir ausgearbeiteten Fragebogen persönliche Stärken, Begabungen und Lebenskompetenzen, sowie Schwächen, blockierende Denk- und Lebensmuster herausgearbeitet. Erkenntnisse anerkannter psychologischer Krankheitserklärungsmodelle und Diagnostik (ICD-10) werden hinzugezogen.

Postmoderne Gesellschaft

Sich lieben lassen (2. Baustein)

Die Betrachtung der nicht selten sich wiederholenden Lebensmuster kann zu der befreienden Einsicht führen, dass wir uns nicht selber befreien können oder müssen. Wir „kapitulieren“ in einem positiven Sinne und suchen Hilfe auf einer „höheren Ebene“. Ich möchte die Klienten dabei begleiten, mit ihren Fragen und Nöten zu einem „Ort der Ruhe“ zu kommen, wo Erkenntnis, Erfrischung und Neuorientierung möglich ist. Es soll Raum sein, die Beziehung zu Gott mit allen Vorbehalten und Fragen anzuschauen, ggf. in aller Freiheit eine Annäherung oder Vertiefung zu wagen.

Selbstannahme (3. Baustein)

Die Erfahrung der Annahme und Vergebung durch Gott führt zunehmend zur Selbstannahme der Biographie und der Person, die die Klienten zur Zeit mit ihren Möglichkeiten und persönlichen Begrenzungen ist. Sie lernt, sich selbst zu vergeben, sich über bereits Erreichtes in ihren Lebensbereichen zu freuen und gesündere Lebenseinstellungen zu entwickeln. Mir liegt besonders am Herzen, mit der Klientin zusammen einen lebenspraktischen "Werkzeugkoffer" (u.a. für Notsituationen) zu entwickeln. Er soll Mut machen, sich innerhalb konkreter Alltagssituation Menschen gegenüber so zu geben, wie die Ratsuchende zur Zeit ist, was ggf. schützende Abgrenzung beinhaltet.

Lieben und Gestalten (4. Baustein)

Mit der zunehmenden Selbstannahme gewinnt die Ratsuchende den Mut, ihre Gefühle und Bedürfnisse zu äußern. Sie lernt, Konflikte zu wagen, anderen zu vergeben und sie anzunehmen, kurz: sie macht zunehmend die Erfahrung echter Begegnungen. Ziel ist, dass sie mit Gottes Hilfe Ruhe über die Dinge gewinnt, die sie (im Moment) nicht ändern kann und gleichzeitig mutiger zu werden, ihre Lebensbereiche aktiv entsprechend ihrer Kompetenzen und Persönlichkeit zu gestalten.

Obige Bausteine bilden einen Rahmen, mit dem jedoch je nach aktueller (Not-)situation der Ratsuchenden flexibel umgegangen wird.

Di, 17. Jul 2018   Institut glauben und leben  Am Leben reifen - Gesundheit fördern